Conrad Schierenberg


Ausstellungen  2012:
        

galerie en passant, Brunnenstraße 24, Berlin    
2. - 24. März 
  


Kunstverein Balingen am Kaiserstuhl   
Juli 


2011 ist der Künstler vom "Salon des Artistes Francais" in Paris, mit einer Silbermédaille geehrt worden
 
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Malerei

1 von 14       35 x 40 cm  in Privatbesitz


2 von 14    40 x 50  cm

3 von 14     25 x 30 cm

4 von 14       Sammlung Nüsslein-Volhard           

5 von 14     35 x 40 cm


6  von  14     100 x 120 cm


7 von 14   40 x 50 cm
  
  8 von 14     25 x 30 cm

9 von 14      35 x 40  cm   in Privat-Besitz.



10 von 14      40 x 50 cm  Sammlung Freudenberg

 11  von 14       80 x 100 cm     in Privat-Besitz. 

                                                                
 
12 von  14    35 x 40 cm 


13 von 14   35 x 40


14 von 14       25 x 30












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LYRIK

1
Zum Vers geronnen erst das Wort  betöre
So höre es im Klang der Nonnen-Chöre!
Bislang jedoch von jenen keine sang
Anstatt zu singen sie am Hang sich sonnen.

Versponnen liegen sie dort, säumen bang
Erträumen gar sofort am Ort sich Männer
Erträumen diese, so wie jede Göre
Den Könner, an den gern sie sich verlöre.

Der stummen Stuten Wonne wär kein Penner
    Dann schon ein Mann der guten Sorte, wenn er
Vermuten ließe, dass er will - und kann. 

Das hieße, ihrer keiner mehr alleine wäre
Wo just zur Lust den Wonne-Tollen dann
Die Nähe einer Männer-Brust gelänge

Bis Klänge höben sich wie Sonnen-Chöre . .

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2
Im Park ein Herr auf einer Bank
Sitzt da mit Dame, die ist krank
Beim Mittagessen hat zu essen
Aufzuhören sie vergessen.

Gleich dem Herren ist bekümmert
Wer da hört wie sehr sie wimmert
Schwer am Leib, dem schick verhüllten 
Leidet, dem jetzt überfüllten.

Da befreit mit Würgelauten
 Der sich jäh des Aufgestauten . .

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3
Gebet
 Mein Gott, um etwas bitt ich Dich
Nimm Dir doch auch mal Zeit für mich
Obwohl, bei all der Not und Pein
Auf dieser Welt, ist meine klein.

Noch viel mehr fordern Dich schon an
Schiiten, Sunnis, Taliban
In Bagdad und am Hindukusch
(Vermächtnis vom unseligen Busch).

Im Nahen Osten, Weh und Ach
Muslime, Juden, die Fatah
Hisbolla, Hamas, Al Qaida

Man meint, so schlimm war es noch nie da!
Doch scheint's bewahrst Du ruhig Blut
Na, dann fass ich auch wieder Mut.

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Limericks
4.
Zu sparsam die Deutschen. Am Roten Meer
Sagte sie darauf hin lose Zoten her
(Um mit ihren Reizen
Auch sonst nicht zu geizen)
Die Saudis, die Rowdis, die boten mehr . .

5.
Ein rauer Bauer, ein Bayer
Legt an seine Scheuer das Feuer
Er tut es aus Wut
Denn dort in der Glut
sind vom Bauer die Frau und ihr Freier . .  

6.
 Zu flüchtigen Teilen unsterblich
Bleibt der Leib doch des Menschen  verderblich
Er drum manchmal erbost ist
Weil sein Los ihm kein Trost ist
Bloß ist, dass er sterblich ist, erblich . .  

7.
Ein Kind will sie, aber so scheint's
Mit Heinz, ihrem Mann, kriegt sie keins
Trotz Heinzens Gezeter
Probiert síe's  mit Peter
 - Und hat kaum ein Jahr später schon eins . .  
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Sonette


V
Wenn wir nicht so viel söffen, so viel fräßen
In unserer Gier nicht, unserem hastigen Raffen
So tierisch ähnelten dem haarigen Affen
Den Unterschied zu ihm nicht stets vergäßen

Um zähnefletschend andere zu verlachen
Die in des Schicksals Schlingen sich verrennen
Und ohne Rührung vor uns hin zu pennen
Anstatt an dieser Welt was gut zu machen.

Wenn manchmal an den anderen wir dächten
Statt selbst uns zu verwöhnen, faul und eitel
Wenn wir, anstatt  zu nehmen, mal was brächten

Nicht lau gern alles hätten und noch seichter
Den Kopf nicht nur beim heiligen Blech und Beutel
- Ertrügen wir einander etwas leichter.

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CXXX
Was wir einst rafften, kam uns selbst abhanden
Was wir einst schufen, fraßen Krieg und Glut
Was wir noch erbten, war eh Diebesgut
Das durch der Brüder Hand ging bald zuschanden.

Laut spielten wir der Tugend alte Leier
Was wir gelobten war nur Hauch und Schaum
So wenig galt das Wort als wie der Traum
Aus einem schäbigen Bette flüchtiger Freier.

Ein  jeder arm und was noch in uns schlief
An Gutem, war nur Staub im Eck geblieben
Vergessen lang, von keinem mehr bedacht

So hat, wenn sich besinnend einer rief
Wir sollten doch einander wieder lieben
Wer ihn denn hörte, nur verschämt gelacht.

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CCLXXII
Weit überm Wasser und dem Flug der Reiher
Sich Mädchen lächelnd engelgleich erklären
Verträumt und lang noch säumend zu gebären
Berückend, ach, selbst in zerschlissenem Schleier.

Sie schaun dem Treideln zu der brüchigen Fähren
Mit heiterem Sing-Sang, Flötenspiel und Leier
Benommene Jungen lugen zum Gemäuer
Ob jene dort schon ihre Liebsten wären.

Doch bald den Ort des keuschen Tuns umlauernd
Von Wo ein leichtes Wort sich jauchzend hört
Und flüsternd dunkel fort im Seichten kauernd

Im Durste strenger Enge zu entrinnen
Im Taumel allen Sehnens wie verstört
Im Fordern ihres Leibes fast von Sinnen.

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C
Wär gern die Blüte, schön an einem Tage
Die Welle, die sich bricht und nicht mehr ist
Ein Schmetterling, der sich im Flug vergisst
Will keine Antwort sein, nur eine Frage

Will nicht der Hammer sein und nicht das Werk
Der Amboss nicht und weniger noch das Feuer
Bin ohne Recht, gepresst in bittere Heuer
Und wär so gern die Pflanze dort am Berg

Ganz ohne Nutzen, die im Wind sich wiegt
Und wachsen darf, weil's Vieh sie nicht begehrt
Vielleicht sogar die sonnen-warmen Lüfte

In welche sie sich traulich neigend schmiegt
Der Vogel noch, der sich vom Samen nährt
Die Blüte wär ich gern, samt ihrer Düfte.

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CCCLIII
Es fand die Klippe, einst vulkangeboren
Im fahlen Zwielicht fast vergangenen Tags
Gewesenes, angeschwemmt nun elend lag's
Vergessen schon und seiner selbst verloren.

Im hohen Stein schien feiner Bruch zu zittern
Vom Sand im Schlafe, schimmernd und so feucht
Hob mit dem Dunkeln sich nun Ahnung leicht
Von Unheil hinten abwärts wie Gewittern

Die noch im Gestern schon im Morgen lauern.
Und als die Wasser vordem scheu vom Seichten
Zum Schwalle stiegen, nicht mehr um zu trauern

Die Klippe suchten, bald den Bruch erreichten
Da öffnete sich der, fiel dunklem Bogen
Gleich dieser Nacht anheim und ihren Wogen.

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